UNSER KONZEPT

WER WIR SIND

Die Burda Bande e.V. ist eine betriebsnahe Eltern-Kind-Initiative in München Bogenhausen, die von Hubert Burda Media unterstützt wird. So hilft das Unternehmen seinen Mitarbeitern, die Kinder bestens betreut unterzubringen und Job und Familie gut zu vereinen. Ein Engagement von Burda, das so die Work-Life-Balance der Arbeitnehmer fördert und in München seinesgleichen sucht. Kleine Gruppen und ein guter Betreuungsschlüssel helfen den Kindern in ihrer Persönlichkeitsentwicklung – flexible Bringzeiten, eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit dem pädagogischen Personal sowie die Nähe zum Arbeitsplatz machen die Burda Bande für Eltern besonders attraktiv. Die Burda Bande ist seit ihrer Gründung 1997 schon für viele Krippen-, Kindergarten- und sogar Hortkinder ein zweites Zuhause geworden.

BILDUNG DURCH BINDUNG

Wir fördern die Eigenständigkeit der Kinder und ihre Entwicklung, indem wir ein vertrauensvolles Verhältnis schaffen – die Kinder haben bei uns möglichst lange gleichbleibende Bezugs- und Bindungspersonen, um diese wichtige Basis geboten zu bekommen. Nur, wenn die Kinder vertrauen können, können sie mutig sein, frei lernen und ihre Persönlichkeit ausbilden. Das heißt für uns „Bildung durch Bindung“.

LEITBILD

Pädagogische Werte

Das Kind als Gesamtpersönlichkeit in seiner Vielfalt und Einzigartigkeit steht im Fokus unserer pädagogischen Arbeit. Unsere erzieherische Haltung beruht auf einer partnerschaftlichen Ebene und einem respektvollen Umgang mit dem Kind. Dies spiegelt sich im Gruppenalltag, den wir mit den Kindern gemeinsam gestalten, wider, indem wir sie an Entscheidungs-und Gestaltungsprozessen teilhaben lassen. Unser Credo „Bildung durch Bindung“ basiert darauf, den Kindern ein Umfeld anzubieten, das Raum zur Entfaltung der Basiskompetenzen bietet, wir bieten Hilfestellung und Geborgenheit, wenn nötig, lassen Freiraum und Platz für eigenes Spiel und Ideen, wenn möglich.

Gerade als Eltern-Kind-Initiative ist uns in Bezug auf die Eltern eine vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit wichtig. Dies zeigt sich in einem regen Austausch und einer konsequenten Kooperation. Durch einen guten Betreuungsschlüssel und qualifiziertes Personal ist es der Burda Bande möglich, den Eltern eine bestmögliche Betreuung anzubieten, sie aber auch am Alltag und an der Gestaltung der Burda Bande teilhaben zu lassen.

Das Umfeld, dass die Mitarbeiter der Burda Bande schaffen

Um Kindern und Eltern ein sicheres, zugewandtes und respektvolles Umfeld zu bieten, leben die Mitarbeiter folgende Werte vor: Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit, Einhaltung der Hygiene-Vorschriften und Pünktlichkeit. Die Erzieher und alle weiteren Team-Mitglieder gehen auch miteinander respektvoll um und genießen das Vertrauen, im Alltag eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen, die dem Konzept der Burda Bande entsprechen.

Bild vom Kind

Das Team der Burda Bande orientiert sich bewusst an der Individualität des Kindes mit seinem jeweiligen Entwicklungsstand, seinen Bedürfnissen und Erlebnissen. Das Kind ist von Geburt an eine eigene Persönlichkeit – wir geben ihm den Raum, sich individuell zu entwickeln und zu entfalten. Wir respektieren das Kind als eigenständige Persönlichkeit mit eigenem Willen, die in der Lage ist, seine Bedürfnisse zu erkennen und mitzuteilen. Es hat das Recht darauf, ernst genommen zu werden, was dazu führt, dass wir als Fachkräfte die Ausdrucksformen des Kindes verstehen wollen und den Dialog mit ihm suchen.

Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit helfen dem Kind, ein positives Selbstkonzept aufzubauen und ein stabiles Selbstwertgefühl zu erlangen. Um den Kindern dies zu garantieren, richten wir unseren Alltag und die Umgebung so ein, dass die Kinder aktiv mitgestalten und entscheiden können. Die Burda Bande ist ein Bildungsort, an dem durch den Kontakt zu Kindern unterschiedlichen Alters, der Förderung ihrer sozialen Kompetenzen und durch spezielle Bildungsangebote die Basiskompetenzen gefördert werden. Die Bildungsprozesse werden von uns begleitet, dabei gilt es, neue Perspektiven zu erkennen, flexibel auf Situationen zu reagieren und die pädagogische Arbeit zu reflektieren und an Neues/aktuelle Begebenheiten anzupassen.

GRUNDLAGEN DER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT

Gesetzlicher Auftrag und unser Ansatz

Es ist nicht nur unser gesetzlicher Auftrag, sondern auch die Basis unserer täglichen Arbeit, jedem Kind die bestmöglichen Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten – dies ist der Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder, der im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan verankert ist. Wir arbeiten und richten uns nach dem Situationsansatz und dem BaykiBiG. „Bildung durch Bindung“ ist unser Credo, dazu gehört auch, die Kinder an Entscheidungen zum Alltag oder zur Gestaltung der Einrichtung entwicklungsangemessen zu beteiligen. Dabei legen wir viel Wert auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit des pädagogischen Personals mit den Eltern, den festen und regelmäßigen Austausch mit den Schulen und die Vernetzung mit anderen Institutionen.

Kinderschutz

Das Kindeswohl steht immer an erster Stelle, und auch wenn noch nicht im Grundgesetz verankert, haben Kinder Rechte – und vor allem haben sie das Recht, geschützt zu werden. Durch einen jeden von uns. Ihnen einen sicheren Raum zu geben, sie in ihrer Würde und ihrer Persönlichkeit zu respektieren und sie bestmöglich vor allem zu schützen, was sie oder ihre Seele verletzen könnte, ist oberstes Gebot. Kinderschutz ist nicht nur eine Verpflichtung durch die Münchner Vereinbarung, Kinderschutz geht uns alle an. Deshalb ist es uns auch so wichtig, den Kindern durch die gelebte Partizipation den Raum zu geben, sich frei zu äußern und ihre Meinung zu sagen. Die Kinder können und sollen verlautbaren, wenn ihnen etwas nicht gefällt, ihnen jemand zu nahe kommt oder ihren Raum des Wohlseins überschreitet. Durch regelmäßige Fortbildungen für alle Teammitglieder gewährleisten wir stets den aktuellsten Stand zur Prävention von Gewalt oder Missbrauch, zum Umgang mit Verdachtsfällen und zum Kinderschutz allgemein.

Sexualpädagogik

Den Kindern wird schon sehr früh bewusst, dass es Mädchen und Jungen gibt und körperliche Unterschiede vorhanden sind. Sie setzen sich mit ihrer Geschlechtsrolle auseinander. Den Wissensdrang, wie andere Kinder aussehen, haben Kinder meist im Kindergartenalter. Hierbei kommt es meist zu „Doktorspielen“ unter den Kindern, in dem sie gemeinsam auf die Toilette gehen und sich gegenseitig ansehen. Dies dient zur Erkundung und Klärung der Fragen und befriedigt die Neugierde. Kinder wollen keine erwachsene Sexualität praktizieren. Das Wissen um die eigene Sexualität kann Mädchen und Jungen vor sexuellen Übergriffen und unangemessenen körperlichen Berührungen schützen. Deshalb ist der altersentsprechende Umgang mit dem Thema Sexualität ein wichtiger präventiver Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Und deshalb sind folgende Regeln, die mit den Kindern besprochen und wiederholt werden, von großer Bedeutung:

  • Jedes Kind bestimmt über seinen Körper
  • Wer etwas nicht möchte, sagt Nein und die Kinder respektieren dieses Nein
  • Grenzen, die von einem Kind benannt werden, sind von allen einzuhalten
  • Kein Kind tut dem anderen oder sich weh
  • Niemand fasst die Genitalien anderer an
  • Die Pädagogen übernehmen eine beobachtende Rolle und achten auf die Einhaltung der Regeln
  • Die Pädagogen schützen die Privatsphäre der Kinder
  • Wir benennen die Geschlechtsorgane beim Namen

Uns ist dabei besonders wichtig, dass die Kinder ihr Selbstvertrauen stärken, den eigenen Körper wertschätzen, Körperbewusstsein schaffen, Gefühle erkennen und benennen und ihre Meinungen aktiv äußern.

Beteiligung der Kinder – Partizipation

Eltern, Pädagogen und Kinder sind in der Burda Bande Partner in Bildung, Betreuung und Erziehung. Wir haben uns dem demokratischen Prinzip verschrieben, der Mitwirkung aller! Die Mitbestimmung in unserer Kita sehen wir als den Schlüssel für gelingende Bildungsprozesse, die ohne eine aktive Beteiligung der Kinder nicht möglich wären. Deshalb unterstützen wir die Kinder dabei, eigene Entscheidungen zu treffen und zu vertreten. Partizipation sehen wir als ein Grundrecht des Kindes.

Im täglichen Umgang miteinander lernen die Kinder, Bedürfnisse in Worte zu fassen und eine Gesprächskultur zu entwickeln, etwa während des Stuhlkreises oder einer wöchentlichen Kinderkonferenz. Sie lernen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen, miteinander abzustimmen, Demokratie zu üben und auch Konflikte zu lösen. Sie übernehmen Verantwortung für sich und andere, entdecken, wie man Aufgaben alleine und in Zusammenarbeit bewältigen kann. Sie bauen ein Selbstwertgefühl auf und lernen, eine eigene Meinung zu haben und zu vertreten. Das alles stärkt letztlich ihre Resilienz und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum (Selbst-)Schutz des Kindes.

Partizipation prägt den Alltag von Groß und Klein, sie beginnt bei uns schon mit der Eingewöhnung. Eine sensible und an den Bedürfnissen des Kindes orientierte Eingewöhnungsphase ermöglicht dem Kind, eine sichere Beziehung zur Fachkraft aufzubauen. Dies geschieht bei uns durch einen respektvollen und einfühlsamen Umgang mit dem Kind und eine intensiven Zusammenarbeit mit den Eltern. Schon als Kleinste dürfen die Kinder mitentscheiden – was sie essen, wo sie schlafen oder spielen wollen, wer sie wickeln darf oder wann ein Kind bereit ist, auf die gewohnte Bezugsperson zu verzichten.

Die Größeren kochen miteinander, überlegen sich, wie sie den Stuhlkreis gestalten wollen, was sie basteln möchten, kommen dabei auf eigene Ideen, etwa dass sie beim wöchentlichen Turnen spezielle T-Shirts brauchen – und diese dann dafür herrichten. Sie entwickeln eigene Projekte, etwa zu den Themen „Vier Elemente“, an deren Ende ein Theaterstück steht oder ein neu gestalteter Gruppenraum. Im Hort wird das Ferienprogramm gemeinsam entworfen oder auch täglich neu beschlossen, wann es Zeit für den Beginn der Arbeit an den Hausaufgaben ist.

Als Erzieher sind wir uns unserer Vorbildfunktion bewusst, wir wollen eine wirkliche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit allen eingehen. Das heißt, wir leben Partizipation täglich in jeder Hinsicht vor, nicht nur im Umgang mit den Kindern, sondern auch mit den Eltern und Kollegen. So sind auch Geschwister und Großeltern in die Kita eingebunden – man sieht sich auf Feiern und Ausflügen. Jede Familie übernimmt einen festen „Elternjob“, von dem alle profitieren. Auch sind alle in Form eines Elterndienstes in die Betreuung eingebunden, um den Erziehern einmal die Woche Möglichkeit zum Austausch zu geben. Auch die Kommunikation im pädagogischen Team, dessen Mitglieder aus vier Ländern stammen, respektiert alle Unterschiede und baut auf dem Ziel auf, die Kinder zu eigenständigen Persönlichkeiten reifen zu lassen.

Grundanliegen

Wir vereinen in unserer Einrichtung Krippe, Kindergarten und Hort unter einem Dach. Damit bieten wir eine kontinuierliche Betreuung mit vertrauten Strukturen und stabilen Beziehungen für Kinder und Eltern. Wir ermöglichen Eltern die Vereinbarung von Beruf und Familie, indem wir den Kindern ein zweites Zuhause bieten. Besonders durch die Altersmischung in den Kindergartengruppen werden die sozialen Kompetenzen gefördert. Dies geschieht durch konstante Bezugspersonen für die Kinder, die auch als Ansprechpartner für die Eltern zur Verfügung stehen.

Die älteren Kinder sind Verhaltensvorbilder für die jüngeren Kinder; miteinander haben alle die Möglichkeit, geschwisterähnliche Erfahrungen zu machen. Es entstehen längerfristige Freundschaften und durch den längeren Verbleib in der Gruppe kann sich ein gutes Gemeinschaftsgefühl entwickeln, Kinder werden seltener zu Außenseitern. Die Kinder erwerben früh soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Empathie und dazu wird die Selbständigkeitsentwicklung gefördert. wird die Selbständigkeitsentwicklung gefördert.

Emotionalität und soziale Beziehung spielen eine wichtige Rolle in unserem Kita-Alltag. Die kindliche Persönlichkeit entwickelt sich unter anderem anhand des Erwerbs emotionaler und sozialer Kompetenzen und ist die Voraussetzung, sich in eine soziale Gemeinschaft zu integrieren. Soziales Verständnis setzt voraus, dass sich ein Kind kognitiv in andere einfühlen und hineinversetzen kann (Empathie). Eigene Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, aber auch die der anderen zu erkennen und zu respektieren, zählt ebenso dazu.

In einer soliden Vertrauensbeziehung und einer positiven Atmosphäre mit der entsprechenden Zuwendung der Bezugspersonen kann das Kind Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln. Dazu zählt auch, dass wir das Kind mit seinen Stärken und Schwächen annehmen.

Eine positive Grundatmosphäre schafft den entsprechenden Rahmen, in dem soziale Beziehungen aufgebaut, Freundschaften geschlossen, konstruktives Konfliktverhalten eingeübt, Gefühle erkannt und benannt, das Aufstellen sozialer Regeln erprobt und ein positives Selbstbild entwickelt wird.

Freispiel

Freispiel ist die Königsdisziplin des Lernens. Es hat einen sehr hohen Stellenwert in unserer Einrichtung. Die Freispielzeit ist immer Lernzeit. Das Kind eignet sich die Welt durch Eigenaktivität mit allen Sinnen an. So lernt das Kind, mit anderen Kindern umzugehen, Hierarchien anzuerkennen, Konflikte auszutragen, zu forschen, zu diskutieren und nachzuahmen.

Das Kind darf von sich aus und ohne Motivation von außen Spielpartner, Ort und Spielmaterial auswählen. Auch die Dauer des Spiels soll dabei vom Kind ausgehen. Es lernt so entsprechend seinem Entwicklungsstand und -tempo ohne Zwang und mit viel Spaß.

Die Aufgabe der Pädagogen/-innen ist es, gute Vorrausetzungen für das Spiel zu schaffen, also zum Beispiel ausreichend Zeit, gut durchdachte Räume und geeignete Spielmaterialien zur Verfügung zu stellen. Die Pädagogen/-innen unterstützen das Kind in dieser Zeit bei seinen Aktivitäten, beobachten, beraten, trösten, schlichten Streit und stehen als Spiel- und Ansprechpartner zur Seite.

Freizeit im Hort

Im Hort treffen sich die Kinder nach der Schule und in den Ferien. Der Hort hat eine familienergänzende und – begleitende Funktion (Hausaufgabenbetreuung und sinnvolle Freizeitgestaltung).

Ein Gruppenraum mit altersgemäßen Materialien ausgestattet, steht den Kindern zur Verfügung. Zusätzlich können die Kinder selbstverständlich auch die vorhandenen Funktionsräume (Bewegungsraum, Rückzugsraum zum Lesen, Hausaufgabenraum.) in Anspruch nehmen.

Die Kinder können sich aktiv an der Gestaltung des Tagesablaufes beteiligen. Sie treffen im Rahmen der Möglichkeiten die Entscheidungen, wann sie mit der Erledigung der Hausaufgabe beginnen, spielen oder sich an Gruppenaktivitäten und Kreativangeboten beteiligen.

Die Hinführung zur zunehmenden Selbständigkeit ist ein wichtiger Entwicklungsprozess, den wir im täglichen Miteinander unterstützen. Zu dieser Freiheit gehört aber auch die Bereitschaft, gemeinsam Regeln zu entwickeln und diese auch zu akzeptieren. Auch bei der Planung und Durchführung des Ferienprogramms werden Wünsche und Anregungen der Kinder bei der Gestaltung berücksichtigt, um die Interessen der Kinder zu treffen.

BILDUNGSBEREICHE

Basiskompetenzen

Die Burda Bande unterstützt das Kind in der Entwicklung bzw. beim Ausbau seiner Basiskompetenzen. Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, das Kind mit seiner Gesamtpersönlichkeit anzunehmen und zu fördern. Das bedeutet, dass alle Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung wie soziale, emotionale, motorische, kognitive Kompetenzen, sowie die Entwicklung im kreativen und musischen Bereich vom pädagogischen Personal begleitet und unterstützt werden.

Das Kind hat die Möglichkeit, seine eigenen Fähigkeiten, Interessen und Wünsche zu entwickeln und einzubringen, dadurch werden das Selbstwertgefühl sowie die Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit des Kindes gefördert.

Ebenso wichtig ist es aber für Kinder, sinnvolle soziale Grenzen und Regeln zu erfahren und zu akzeptieren. Dazu gehört einerseits, Rücksicht auf die Interessen und Bedürfnisse anderer Kinder zu nehmen und andererseits, Konflikte konstruktiv zu lösen. Das Kind hat so die Möglichkeit, neben seinen eigenen Stärken und Schwächen auch die Stärken und Schwächen der anderen Kinder kennen zu lernen und zu achten. Das Kind erfährt, dass seine Gefühle ernst genommen werden. Es soll durch Geborgenheit, Anerkennung und Bestätigung das Vertrauen finden, neue Dinge positiv anzugehen und offen neue Kontakte zu knüpfen.

Personale Kompetenz

Personale Kompetenz bedeutet für das Kind persönliches Erfahrungswissen zu generieren und vom Erfahrungswissen der Erzieher und Bezugspersonen zu profitieren, das durch eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind und den Erziehern gefestigt wird und stetig wächst (durch Gespräche, Spiele und Aktivitäten).

Wir stehen dem Kind als Ansprechpartner, Zuhörer und Ratgeber zur Verfügung und geben dem Kind die Möglichkeit und den Raum zur eigenen Entscheidung und Handlung. Dadurch entsteht Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Merkfähigkeit, Denkfähigkeit und lösungsorientiertes Denken fördern wir im Alltag. Das Kind lernt dabei, Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, damit es sich später in der Schule oder im Hort, bei Hausaufgaben, mit Freunden und in der Freizeit behaupten und auseinandersetzen kann.

Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

Die Kinder sollen angemessene Konfliktlösestrategien entwickeln, indem die Erzieher gemeinsam mit den Kindern Lösungen erarbeiten, aber die Kinder auch ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Dabei lernen die Kinder, Kritik zu üben und auch eigene Fehler einzugestehen.

Das Kind erfährt, wie wichtig es ist, Beziehungen zu haben, auf die man sich verlassen kann (andere akzeptieren und respektieren). Für Krippen- und Kindergartenkinder sind emotionale Rückschläge sehr schlimm und in der Autonomiephase machen sie dabei emotionale Erfahrungen. Bei Schulkindern werden Beziehungen zu Gleichaltrigen besonders wichtig. Sie sind immer mehr in der Lage, Empathie zu zeigen und auf andere zuzugehen. Durch gemeinsame Aktivitäten und Aktionen lernen die Kinder zudem noch mehr, Verantwortung zu übernehmen, zum einen für sich, aber auch für andere. Dabei ist die demokratische Teilhabe für die Kinder von großer Bedeutung. In den Kinderkonferenzen oder täglichen Abstimmungen, etwa dazu, was es zu essen gibt oder wie die Räume gestaltet werden, erleben die Kinder sich in einem demokratischen Bewusstsein. Sie erfahren, sich auch einmal zurückzunehmen, Selbstvertrauen bei Meinungsaustausch, Enttäuschungen auszuhalten und Erfolge zu genießen. Ebenso dazu gehört die verantwortliche Übernahme von Aufgaben und die Akzeptanz der Notwendigkeit von Regeln, die den Kindern Sicherheit geben, die aber von den älteren Kindern natürlich zunehmend hinterfragt werden

Lernmethodische Kompetenz

Lernkompetenz ist das Wissen, wie man Wissen erwerben kann und wie man lernt. Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung eignen sich die Kinder Lerntechniken an. Die Erzieher leiten die Kinder an, wie man Arbeitszeit und Aufgaben richtig einteilt und zwischen arbeitsreichen und entspannenden Phasen wechselt.

Welche Hilfsmittel man einsetzen kann und wie der Lernstoff eingeteilt werden kann, der Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken und das Wissen, wo man sich Informationen beschaffen kann (Medien, wie Bücher Lexika und Internet), sind weitere Ziele bei der Förderung der Lernkompetenz.

Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen

Durch die Stärkung und Bildung der einzelnen Kompetenzbereiche in unserer täglichen Arbeit haben wir großen Einfluss auf die Resilienz der Kinder und legen hierfür einen maßgeblichen Grundstein in der kindlichen Entwicklung. Dadurch dass wir uns dessen bewusst sind und gut qualifizierte Mitarbeiter haben, die individuell auf das Kind eingehen, können wir einen großen Beitrag dazu leisten, das Kind in seiner Bewältigungskompetenz zu stärken.

Unsere pädagogische Arbeit beruht darauf, die Stärken und Ressourcen der Kinder herauszubilden. Dadurch begünstigen wir eine positive Entwicklung und den Resilienz-Erwerb. Da wir großen Wert auf eine gute durchdachte, sorgsame und individuelle Eingewöhnung legen, um einen positiven Verlauf der Kita-Zeit zu ermöglichen, stärken wir die Kinder in ihrer Bindungssicherheit und ihren personalen und sozialen Kompetenzen.

Pädagogische Bereiche nach dem Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplan

Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Wir sind angegliedert an ein sehr großes Medienhaus und leben in einem Zeitalter, in dem die digitale Kompetenz immer bedeutender wird. Als Modellprojekt haben wir in zwei Gruppen (Hort und Kindergarten) ein IPad, welches momentan zur Informationsbeschaffung, unter Aufsicht, dient. Ebenfalls werden Lieder und Hörgeschichten gesucht und angehört. Auch den CD-Player dürfen die Kinder in den Gruppen selbständig benutzen.

Dazu kommt das Erlebnis des Fotografierens. Die Kinder dürfen in den Gruppen mit dem Fotoapparat Fotos machen und erleben dabei, Momente festzuhalten und später in ihrem Portfolio wiederzufinden. Ebenso können die Kinder bei Bedarf in unserem Büro Fotokopien von für sie wichtigen Bildern o.ä. machen.

Spracherwerb, Literacy

Schon in der Krippe werden die Kinder durch Lieder, Bücher und Morgenkreise zur Sprache geführt. Altersentsprechende Bücher sind für jedes Kind vorhanden. Frei zugängliche Hörgeschichten können die Kinder nach Interesse anhören. Zusammenhängende Geschichten und Bücher werden den Kindern über Tage und Wochen vorgelesen, so dass sie ein Gespür für Bücher bekommen. Reime, Gedichte, Fingerspiele, die in den Tagesablauf miteinbezogen werden, spielen bei uns ebenfalls eine große Rolle. Bei Spaziergängen werden Verkehrsschilder erkannt, Buchstaben gesucht und benannt. In Rollenspielen wird das Sprachvermögen deutlich gestärkt, dabei profitieren die Kinder von der Altersmischung und oft auch von Kindern, deren Muttersprache eben nicht Deutsch ist – so schauen sie schon früh auch einmal über ihren eigenen Horizont, lernen Fremdes kennen. Ältere Kinder lesen den Jüngern in gemischten Gruppen am Nachmittag vor, dies stärkt wiederum den Zusammenhalt.

Motorik

Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude an Bewegung. Dadurch nehmen sie Kontakt zu ihrer Umwelt auf, begreifen sie und lernen, auf sie einzuwirken. Die Kinder entdecken ihren Körper und interagieren mit anderen Menschen.

Durch regelmäßiges Spazierengehen in der Umgebung (u.a. Nutzung der Grünanlagen im Arabellapark und der naheliegenden Spielplätze) und Bewegungsangebote in der Einrichtung (Turnhallen-Raum) fördern und stärken wir die motorischen Fähigkeiten der Kinder und gewährleisten eine gesunde Entwicklung. Die Kinder können so durch unterschiedliche Bewegungsanreize ihren natürlichen ausleben, motorische und koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten erproben und verfeinern, z.B. Grob-und Feinmotorik, Kraft, Schnelligkeit, Reaktion, Gleichgewicht und Raumorientierung.

Wir machen gezielte und offene Bewegungsangebote, die dem Alters- und Entwicklungsstand entgegenkommen, etwa Balancieren und Klettern, Schaukeln und Schwingen. Dazu bieten wir verschiedenste mobile Materialien an, etwa Langbank, Rollbretter, Bälle, Tücher, Decken. Das alles fordert die Kinder zum Forschen, Experimentieren und Ausprobieren auf, und sie können ihre personalen und physischen Kompetenzen stärken.

Bei gemeinsamen Bewegungsspielen lernen die Kinder soziale Regeln, üben Rücksichtnahme und gegenseitige Hilfe und erleben Bewegung als Interaktions-und Kommunikationsform.

Zahlreiche Spiegel ermöglichen außerdem Selbstbeobachtung und Selbstdarstellung

Weitere Ziele:

Die Kinder lernen, ihre körperlichen Grenzen zu erkennen und durch stetiges Üben zu erweitern. So lernen sie auch, Risiken einzuschätzen.

Wir sind der Überzeugung, dass durch eine derartige Entwicklung von Körperbewusstsein und Körpergefühl das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl gefördert und die Ich Identität des Kindes bedeutend gestärkt wird.

Ernährung und Gesundheit

Für Kinder ist Essen ein zentrales Grundbedürfnis und fördert in der Gemeinschaft die sozialen Kompetenzen.

Wir achten beim Essen auf eine angenehme Atmosphäre und die Bildung eines Gemeinschaftsgefühls und helfen den Kindern, wo es notwendig ist. Täglich wird den Kindern frisches Obst und Gemüse angeboten, das sie sehr gerne essen.

Die Kinder dürfen sich das Essen selbständig nehmen. Dadurch regulieren sie sich selbst in ihrem Essverhalten, erfahren Freude am Essen und nehmen sich für dieses Grundbedürfnis die Zeit, die sie brauchen.

Selbstverständlich wird vor und nach dem Essen auf die Körperhygiene geachtet und wir machen die Kinder mit den Tischregeln vertraut (Essmanieren, Umgang mit Besteck.)

Kinder müssen ihr Sättigungsempfinden selber erfahren und werden bei uns nicht zum Essen gezwungen. Wasser und Tee bieten wir den Kindern jederzeit an.

Regelmäßig besuchen wir den Wochenmarkt vor der Tür und gehen im Herbst mit den Kindern ab der Kindergartengruppe zur Kartoffelernte.

Musikalität, Rhythmik

Kinder begegnen der Musik sehr offen gegenüber. Musik ist eine universelle Sprache, denn wir lassen uns von Musik emotional „fesseln“ und bewegen uns automatisch dazu. Wir bauen Musik täglich in unseren Alltag mit Gesang und Instrumenten ein, machen dazu Fortbildungen und haben außerdem eine externe Kraft, die für die Kinder bereits ab dem Krippenalter Kursangebote ermöglicht.

Religiosität

Wir in der Burda Bande habe keine Konfessionsgebundenheit. Wir feiern die Hauptfeste der deutschen Gesellschaft und insbesondere der in Bayern populären Anlässe, z.B. St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Fasching und Ostern, vermitteln sonst aber keinerlei Glaubensüberzeugung an die Kinder.

Kunst/Ästhetik/Kultur

Wir wollen die Kreativität der Kinder stärken und ihnen helfen, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Kunst ermöglicht allen, die eigene Phantasie einzusetzen und die emotionale Stimmungslage zu verarbeiten. Die Kinder sollen mit allen Sinnen wahrnehmen und dabei lernen. Uns ist wichtig , dass die Kinder dabei Spaß haben. Wir verwenden verschiedene Materialien beim Gestalten, arbeiten mit einer Staffelei und auch mal mit Ton und Holz. Die Kinder erfahren, dass „Schönheit“ für jeden etwas anderes sein und bedeuten kann.

Mathematik/Naturwissenschaft/Technik/Umwelt

Kinder machen bei uns schon frühzeitig Erfahrung mit Mathematik und Naturwissenschaften. Wir bestimmen immer wieder Mengen: beim Tischdecken, beim Zählen der Kinder vor dem Rausgehen usw. Die räumlichen Bezüge werden hergestellt, in dem wir uns viel drinnen und draußen bewegen. Auf dem Spielplatz oder beim Spazierengehen entdecken wir die Natur, haben auch spezielle Naturtage, wenn wir mit Lupenflaschen losgehen, um zu erleben, was sich draußen tut. Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter gehen wir ins Freie und erfahren, was es heißt, bei Regen oder Sonne die Welt zu erspüren.

Wir haben in den Gruppenräumen Spiele für Zahlen und Formen. Oft gehen wir ins Deutsche Museum, machen eigene Experimente, um die Welt besser zu verstehen, probieren Experimente mit Licht und Schatten, mit Farben und den vier Elementen.

Angebote

In jedem Kindergartenjahr wird ein breitgefächertes Kursangebot ermöglicht, das die Eltern optional für ihren Nachwuchs buchen können, ohne dass die freie Spielzeit dabei zu kurz kommt. Ob Musikschule für die Kleinsten, Schauspiel- und Fremdsprachenunterricht, motorische Förderung oder der Besuch im Seniorenzentrum ein Haus weiter – die Ausflüge und das Kursangebot der Burda Bande werden bei Kindern und Eltern gleichermaßen geschätzt.

UNSERE ARBEITSWEISE

Eingewöhnung:

Transitionen

Die Eingewöhnung in Krippe und Kindergarten basiert auf dem Münchner Modell und erfordert engste Zusammenarbeit mit den Eltern und Bezugspersonen.

Die Eingewöhnung in der Burda-Bande ist für die Kinder der erste Übergang in einen neuen Lebensbereich. Es ist für die meisten Kinder das erste Mal, dass sie regelmäßig und zeitlich begrenzt von ihrer Bezugsperson getrennt sind. Deshalb ist der Ablauf der Eingewöhnung entscheidend für das Wohlbefinden und die weitere Entwicklung des Kindes.

Ziel der Eingewöhnung ist, in Zusammenarbeit mit den Eltern eine tragfähige Beziehung zwischen Kind und Erzieher entstehen zu lassen.

Pädagogische Ziele

Die Eltern lernen die Räume und das Personal kennen und erhalten Informationen über die pädagogische Arbeit, Rahmenbedingungen und den Tagesablauf. Es wird ihnen der Raum gegeben, sich auf die neue Situation einzulassen.

Von Anfang an sollen sich Kind und Eltern willkommen fühlen, um die Basis für das Vertrauen in uns und unsere Arbeit zu schaffen.

Wir bauen durch diese entsprechenden Voraussetzungen eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind, Erzieher und Eltern auf und begründen so eine Erziehungspartnerschaft.

Das Kind lernt die Räume, den Tagesablauf mit Regeln und Ritualen kennen und wird behutsam in die neue Lebenssituation überführt. Es kann so erste soziale Kontakte knüpfen.

Wir sprechen mit den Eltern und dem Kind über Ängste in Bezug auf die Ablösungsphase und entwickeln gemeinsam Bewältigungsstrategien, um das Stresslevel für alle Beteiligten möglichst niedrig zu halten. Kontinuierliche Gespräche bauen Ängste und Unsicherheiten ab, dies zu artikulieren ist für uns ein wichtiger Part in der Überwindung von negativen Emotionen hin zu einer optimistischen Grundhaltung mit durchweg positiven Gefühlen.

Wir nehmen das Kind und die Eltern mit individuellen Gefühlen, Ressourcen und seiner Persönlichkeit auf und begleiten Kind und Eltern in den Lebensabschnitt in der Burda Bande.

Gestaltung des Eingewöhnungsprozesses ( Dauer ca. 4 Wochen)

1.Phase

Das Kind kommt mit einem Elternteil in die Einrichtung (vorher findet ein Aufnahmegespräch statt)

Nur ein Elternteil macht mit dem Kind die Eingewöhnung. An den ersten Eingewöhnungstagen besucht das Kind die Einrichtung für ca. 1-2 Std.

In dieser Zeit versucht das pädagogische Personal, Kontakt zu dem Kind und erste Weichen für den Vertrauensaufbau herzustellen.

Nach ca. 3-5 Tagen erfolgt eine erste kurze Trennung von ca. 20-30 Min. von den Eltern, die für das Kind bewusst vollzogen wird.

In dieser Phase wird meist klar, wie die weitere Eingewöhnung erfolgen muss. Leidet das Kind sehr stark unter dem Trennungsschmerz und lässt sich nicht beruhigen/ trösten, wird es nötig sein, die Eltern wieder mit in den Raum zu holen und die Trennung langsamer zu vollziehen.

2.Phase

Es gibt individuelle Absprachen mit den Eltern über das weitere Vorgehen. Individuell auf die Kinder abgestimmt, werden die Trennungszeiten nach und nach erhöht. (Kind nimmt am Kreis teil und wird ggf. vom Bezugserzieher gewickelt)

3.Phase

Das Kind kann, wenn es die Beziehung zum Bezugserzieher zulässt, zum Mittagessen und Schlafen bleiben.

4.Phase

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn die Kinder stabile Beziehungen zu den pädagogischen Bezugspersonen aufgebaut haben und sich von ihnen trösten lassen.

Da auch die Eltern oft unter der Trennungsphase leiden, stehen die Betreuer für Gespräche und individuelle Begleitung zur Verfügung. Dafür finden regelmäßige Gespräche und ein Abschlussgespräch statt, wenn die Eingewöhnung, meist nach vier Wochen, abgeschlossen ist.

SAUBERKEITSERZIEHUNG

Die Sauberkeitsentwicklung ist ein Reifungsprozess, der zwei bis vier Jahre dauern kann. In unseren Gruppen haben wir separate Sanitärräume/Wickelplätze, auf denen die Kinder regelmäßig gewickelt werden. Es ist ein Rahmen, in dem das Kind besonderen Schutz und Vertrauen benötigt und die Intimsphäre geschützt bleibt. Eine pädagogische Bezugsperson widmet sich in dieser Zeit mit Aufmerksamkeit dem Kind. Jedes Kind hat an dem Wickelfach ein Foto oder Symbol, das mit den entsprechenden persönlichen Pflegemitteln und Windeln bestückt ist, so dass die Kinder an der Vorbereitung aktiv mithelfen können, z.B. Windel holen.

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und seinen eigenen Zeitpunkt, wann das Leben ohne Windel beginnen soll. Daher ist dieser Übergang für uns besonders sensibel und das Kind entscheidet, wann es bereit ist, auf die Toilette zu gehen. In diesem Übergang werden die Kinder von uns begleitet, in dem wir die Kinder zur Toilette begleiten und die Kinder andere Kinder erleben, wenn diese auf Toilette gehen. Hierbei ist ein offener und regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften besonders wichtig.

PROJEKTE

Neben den Lernangeboten, Erfahrungen im Freispiel und im Gruppengeschehen bieten wir gezielte Projekte für die Kinder an. Die Themen der Projekte orientieren sich an den Lebenssituationen der Kinder, dabei gehen wir immer von Beobachtungen in der Gruppe aus, was die Kinder momentan beschäftigt. Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Kinder werden dabei aufgenommen, erweitert und vertieft. Der Forscherdrang der Kinder, ihre Neugier und die Lernmotivation werden dabei geweckt. Die Ausdauer, bei einem Thema dran zu bleiben und es bis zum Ende mitzugestalten und zu erleben ist hierbei besonders wichtig. Kinder teilen sich dabei mit, fördern alle Bereiche und lernen mit allen Sinnen. Dabei werden Gesprächs-und Verhaltensregeln geübt und erlernt, bis hin zu richtigem Verhandlungsgeschick im Hortalter.

DOKUMENTATIONSARBEIT

Die Kinder werden in der Burda Bande täglich beobachtet. Das Portfolio für jedes einzelne Kind ist dabei ein wichtiger Bestandteil mit den Bildungs- und Lerngeschichten, der durch alle Gruppen zieht und weiter befüllt wird.

Verschiedene Bögen zur Vorbereitung der Entwicklungsgespräche, die zweimal im Jahr stattfinden, werden in der Burda Bande verwendet. In der Krippengruppe wird ausschließlich die Entwicklungstabelle von Kuno Beller verwendet. Im Kindergartenalter wird die Entwicklungstabelle von Kuno Beller in einem Halbjahr verwendet und im anderen der Perikbogen. Für die Spracherhebung ist unser Dokumentationsinstrument der Seldak- und Sismikbogen. Im Hort wurde ein separater Beobachtungsbogen entworfen, wobei auch Feedbackbögen zum Einsatz kommen.

ÜBERGÄNGE – AUCH IN DER BURDA BANDE SIND WIR DAHEIM

Mit dem Besuch der Burda Bande beginnt für das Kind ein neuer Lebensabschnitt. Die Tagesstruktur ändert sich und das soziale Umfeld erweitert sich. Dabei lernen die Kinder, neue Kontakte zu knüpfen und eine Bindung zu den Erziehern aufzubauen. In der Burda Bande ist uns der sensible Umgang mit dem Ablösungsprozess sehr wichtig. Deshalb gestalten wir mit den Eltern gemeinsam einen individuellen Aufbau der Eingewöhnung, um den Übergang zu erleichtern und die Stressbelastung abzumildern. Bei einem ersten Schnupperbesuch vorab können bereits erste Eindrücke gesammelt werden. Beim Aufnahmegespräch besprechen wir mit den Eltern neben den organisatorischen Dingen auch den Ablauf der Eingewöhnung. In enger Zusammenarbeit wird dieser in kleinen Schritten auf das Kind zugeschnitten und der regelmäßige Besuch abgesprochen. Die Dauer beträgt ca. 4 Wochen, je nach Persönlichkeit und verfügbaren Ressourcen. Für ein Gelingen ist die Begleitung des Kindes durch Eltern und Erzieher von großer Priorität, denn das gemeinsame Erleben der ersten Stunden und Tage, je nach Tempo des Kindes, sorgen meist für einen unkomplizierten Übergang in eine neue Welt. Wir geben dem Kind eine feste Bezugsperson und einen strukturierten Rahmen und unterstützen es so bei der Bewältigung der veränderten Lebenssituation. So ermutigen wir es auch, neue Handlungsstrategien zu entwickeln.

Übergang Krippengruppe – Kindergarten

Der zweite Übergang in der Burda Bande ist für die Kinder, Eltern und das Team der Übergang in den Kindergarten. Damit dieser so harmonisch wie möglich erlebt wird, werden die Gruppen ab 15:30 Uhr täglich zusammengelegt. Dadurch lernen die jüngeren Kinder die älteren kennen und können auch zu anderen Erziehern und Bezugspersonen Kontakt aufnehmen. Aber auch der gemeinsame Spielplatz, der sehr regelmäßig besucht wird, ermöglicht Anknüpfungspunkte.

Kinder, die dann selbständig, selbstbewusst und bereit für den nächsten Schritt sind, nehmen an den Schnuppertagen in der anderen Gruppe teil. Hierbei besucht das Kind die anderen Gruppen, um sich mit den Räumlichkeiten, den Kindern und dem pädagogischen Personal vertraut zu machen. Die Übergänge sind dann meist im September oder an Ostern, passend zu den Kindern, die abgehen, etwa in die Schule o.ä. Die Eltern werden hierbei vorab vom pädagogischen Personal beraten, informiert und in den Prozess miteinbezogen und erhalten ein Abschluss- und Übergangsgespräch mit der entsprechenden Bezugsperson.

Übergang in den Hort und in die Schule

Dadurch, dass der Hort sich mit in den Räumlichkeiten der Burda Bande befindet, haben die Kinder schon vorab die Möglichkeit, sich mit den Horträumen und dem dortigen Personal vertraut zu machen. Durch die gemeinsame, gelegentliche Nutzung der Horträume (als Toberaum, Nutzung der Räume für die Vorschule, gelegentliche Besuche von Kindergartenkindern) wird den Kindern der Übergang in den Hort erleichtert.

Basis für gut gelingende Übergänge ist eine sensible, empathische Begleitung der Kinder, ein stabiler Beziehungsaufbau, eine gute Erziehungspartnerschaft und eine stetige Reflexion und Weiterentwicklung unserer pädagogischen Prozesse.

SCHULVORBEREITENDE ARBEIT

Vorschulerziehung beginnt bei uns mit dem ersten Tag in der Krippe oder im Kindergarten und findet täglich in allen Entwicklungs- und Kompetenzbereichen statt. Dazu gehört eine ganzheitliche Förderung der sozialen, emotionalen, körperlichen und kognitiven Fähigkeiten, der Leistungsfähigkeit und der seelischen Stabilität. Einzelne Bereiche wie Motorik, Aufmerksamkeit und Konzentration, sprachliche Kommunikation, Mengen – und Zahlenverständnis, Umwelt und Weltwissen sowie sozial- emotionales Verhalten sind wichtig für die Schulfähigkeit des Kindes. Die Kinder gut auf die Schule vorzubereiten, bedeutet für uns, es in seiner gesamten Persönlichkeit zu stärken. Die kindliche Neugier und der eigene Antrieb zu lernen kommen bei uns durch eine sichere, geborgene und spielerische Umgebung zur freien Entfaltung.

Die Vorschulgruppe bietet den Kindern im letzten Jahr nochmal einen besonderen Anreiz; durch schulvorbereitende Maßnahmen und Projekte wird die Entwicklung des Kindes im Hinblick auf seine Schulfähigkeit unterstützt. Die Aktivitäten sollen das Kind unter Berücksichtigung seiner Individualität fördern, es aber auch herausfordern, ohne es zu überfordern oder Druck auszuüben. Die Vorschulgruppe ist eine bedeutende Ergänzung und Vertiefung unserer pädagogischen Arbeit im Erziehungsprozess mit den Kindern.

HAUSAUFGABEN

Die Hauptaufgabe des Horts ist es, eine qualifizierte und erlebnisreiche Freizeitgestaltung nach Schulende zu ermöglichen und mit den Kindern zu gestalten. Dennoch ist von Montag bis Donnerstag die betreute Hausaufgabenerledigung ein wesentlicher Bestandteil im Alltag eines Hortkindes. Unser Ziel ist es, dass die Kinder anhand entsprechender Rahmenbedingungen eine gute Möglichkeit haben, ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Unsere Rahmenbedingungen sind:

  • Die Kinder können jeweils nach dem Mittagessen mit der Hausaufgabe beginnen, das heißt je nach Schulschluss um 13:00 Uhr oder um 14:00 Uhr.
    An Tagen, an denen die Schule bereits um 11:25 Uhr endet, besteht auch die Möglichkeit, vor dem Essen mit der Hausaufgabe zu beginnen.
  • Kinder, die eine Pause brauchen oder wollen, fangen bis spätestens 14:30 Uhr mit den Hausaufgaben an.
  • Die Hausaufgabenzeit endet um 15:30 Uhr.
  • Freitags ist grundsätzlich hausaufgabenfrei.
  • Die Kinder suchen sich ihren Platz im Raum selbst aus.
  • Die Kinder werden auf sichtbare Fehler aufmerksam gemacht, eine hundertprozentige Garantie auf Richtigkeit gibt es nicht,
    da die Hausaufgaben im Unterricht besprochen und überprüft werden.
  • Wir achten auf die Vollständigkeit der Hausaufgaben, schafft ein Kind allerdings nicht alle Aufgaben in der zur Verfügung gestellten Zeit,
    wird abgebrochen und den Eltern eine Rückmeldung darüber gegeben ggf. muss auch die Lehrkraft informiert werden,
    wenn das Arbeitspensum zu hoch war oder die Aufgabe nicht verstanden wurde.

QUALITÄTSSICHERUNG IN DER BURDA BANDE

Qualitätssicherung des pädagogischen Teams

Aktive Zusammenarbeit erreichen wir durch intensiven kommunikativen Austausch. Täglich treffen sich daher pro Gruppe ein Teammitglied im Jour fixe, um den anderen Gruppen Input zu geben, wie der heutige Tag geplant ist und ob Probleme bestehen. Wöchentlich am Montag von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr hat das pädagogische Team die Teamsitzungen, in denen verschiedene organisatorische Bereiche besprochen und strukturiert werden, Prozesse des Wochen- oder Jahresablauf besprochen werden sowie Fallbesprechungen der Kinder oder die Überarbeitung des Konzeptes auf den Tisch kommen.

Uns ist wichtig, dass die Teammitglieder einen ehrlichen Austausch haben, kritikfähig sind, bereit für Veränderung und sich mit der Burda Bande identifizieren können.

Durch das umfassende Dokumentationssystem gewährleisten wir, die Kinder mit ihren Stärken und Schwächen wahrzunehmen und durch ehrliche Elterngespräche auch den Austausch zum Wohle des Kindes zu erhalten. Bei Fragen und beidseitigem Einverständnis beziehen wir auch Kooperationseinrichtungen aus der Umgebung mit ein. Ebenso arbeiten wir mit den Fachberatungsstellen zusammen und achten auf kollegiale Beratung.

Um sich regelmäßig weiterzubilden und das Wissen aufzufrischen, hat jedes Teammitglied jährlich fünf Fortbildungstage, die von der Leitung und dem Vorstand genehmigt werden. Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen für das pädagogische Personal werden gefördert und gewünscht.

Fachliteratur stellt die Burda Bande dem Team zur Verfügung und achtet dabei darauf, dass die Auswahl auf dem aktuellen Stand ist.

Dazu kommen jährlich zwei Teamtage für den intensiven Austausch für pädagogische Bereiche und ein Betriebsausflug zum Festigen des pädagogischen Teams.

Des weiteren gibt es zwei Mitarbeitergespräche im Jahr, um die Arbeit intensiver zu reflektieren, neue Ziele zu formulieren und zu setzten. In der Einarbeitungszeit achten wir ebenfalls auf mehrere Gespräche und Reflektionen, um eine professionelle Einarbeitung zu gewährleisten.

Seit 2017 ist die Burda Bande ein qualifizierter Ausbildungsbetrieb, der sich der Ausbildung der jungen Menschen mit hoher Priorität annimmt. Jährlich haben wir vier Ausbildungsplätze zu vergeben, welche von Schülern des Freiwilligen Sozialen Jahres, der Kinderpflegeschule oder Erzieherschule belegt werden.

Qualitätssicherung mit den Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern für das Wohle der Kinder liegt uns sehr am Herzen. Die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, welche wir in der Eltern-Kind-Initiative als Schwerpunkt haben, spiegelt sich in der Entwicklung der Kinder positiv wider.

Durch Beteiligung wird das Vertrauen in die Zusammenarbeit und die Bereitschaft auf ein Miteinander größer. Eltern werden durch ihr Amt als Vorstand und Elternsprecher sehr stark in die pädagogische Arbeit miteinbezogen. Sie engagieren sich sehr stark und sind wichtige beteiligte Ansprechpartner.

Wir leben ein sehr vertrautes, ehrliches, harmonisches und respektvolles Miteinander.

In den gemeinsamen Tür- und Angelgesprächen beim Bringen oder Abholen, bei Entwicklungsgesprächen, in Elternjobs, mittels Emails, Elternabende und gemeinsamer Feste ist der Austausch über das Kind und die momentane Situation sehr bedeutend. Diese Transparenz von der pädagogischen Seite zur privaten Seite und andersherum zeigt sich bei uns in der Burda Bande sehr deutlich und ist eine unserer großen Stärken.

Wichtig ist uns, dass wir immer auf Augenhöhe und Ehrlichkeit zusammenarbeiten. Dazu gehört eine gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung mit gemeinsamem Lernen und der Erlaubnis, Fehler zu machen – für die bestmögliche Entwicklung und Förderung der Kinder.

Einmal im Jahr findet eine schriftliche Elternbefragung statt. Diese wird online durchgeführt und die Auswertung an der Elternversammlung vorgestellt. Diese Befragung ist für die weitere Zusammenarbeit und für die Zufriedenheit sehr wichtig.

ZUSAMMENARBEIT MIT KOOPERATIONSPARTNERN

Die Zusammenarbeit mit der Schule, der Kontakt zwischen Eltern, Lehrern und Hort ist wichtig für das Wohlbefinden und die Leistungen des Kindes. Der regelmäßige Austausch über die Hausaufgabensituation ist eine Rückmeldung darüber, wie das Kind in der Schule ist.

Wir starten ein Generationenprojekt mit dem Seniorenzentrum in der Nachbarschaft, um verschiedene Altersgruppen kennenzulernen und die Gemeinschaft zu stärken.

Ebenfalls besuchen wir regelmäßig die Stadtbibliothek und arbeiten mit dieser in verschiedenen Projekten zusammen.

Mit anderen Institutionen wie den Insoweit erfahrenen Fachkräften und Supervisorin, Beratungen vom KKT stehen wir in ständigem Austausch.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.

Sie dient in erster Linie der Selbstdarstellung unseres Kindergartens und des Berufsstandes der Erzieherinnen. Ziel ist, dass das entwickelte Profil des Kindergartens mit dem Bild übereinstimmt, das sich andere Menschen von ihm machen.

Das Bild von unserem Kindergarten wird in der Öffentlichkeit entscheidend von Verhalten und Auftreten der Erzieherinnen geprägt: wie die Kinder und ihre Eltern morgens begrüßt und nachmittags verabschiedet werden, wie die Fenster, der Eingangsbereich und die Außenflächen des Kindergartens mit den Kindern gestaltet werden und wie Besucher empfangen werden.

Öffentlichkeitsarbeit beginnt bei allen Beteiligten im Kindergarten. Durch die Art und Weise, wie wir in unserem Kindergarten mit den Menschen umgehen und arbeiten, prägen wir das Bild unserer Einrichtung in der Öffentlichkeit.

Eltern und Familienangehörige sind die wichtigsten Multiplikatoren für den Kindergarten. Ihre Eindrücke und Meinungen prägen entscheidend das Bild unserer Einrichtung. Uns ist es wichtig, Eltern über die pädagogische Arbeit zu informieren und von unserer Arbeit zu überzeugen.

Wir zeigen uns in der Öffentlichkeit, z. B. bei Spaziergängen, Ausflügen, Festen, beim Einkaufen und dem jährlichen Flohmarkt.

Mit anderen Kindergärten bei Vernetzungstreffen tauschen wir Erfahrungen aus.

Wir bauen gute Verbindungen zu unseren Nachbarn und zu Multiplikatoren auf, z. B. Polizei, Bücherei, Seniorenzentrum.